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Und noch viel mehr

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Ich bin ein sehr ordnungsliebender Mensch. Manchmal gehe ich meinem Liebsten damit auf die Nerven. Mir selber aber auch. Am liebsten würde ich nämlich alles, was ich hier in Berlin erlebe chronologisch in meinem Blog festhalten. Das schaffe ich nicht, erstens, weil ich mir nicht alles merken kann, zweitens weil ich manches durcheinander bringe - das Alter...und mein Liebster wieder Ordnung schaffen muss, da er ja alles weiss - und drittens, weil mir die Zeit fehlt. Heute Nachmittag geht es schon weiter nach Canterbury. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet. Mit dem luxuriösen Hotel wird dann Schluss sein - wir wohnen in einer Studentenbude (passt doch), machen aber vorher noch einen Zwischenhalt in Maidstone. Heute habe ich einen freien Vormittag eingelegt, um noch das eine oder andere aufzuschreiben. Zum Beispiel den Besuch im Reichstag, wo wir anstatt 45 Minuten früher, 5 Minuten früher eintrafen, in aller Eile durch die Sicherheitseinrichtungen geschleust wurden, ich meinen Perso...

Mauertour mit dem Fahrrad

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Das war am vergangenen Sonntag. Wir bezogen unsere Fahrräder in der Kulturbrauerei am Prenzlauerberg. Die folgenden Fotos sind an der Bernauerstrasse entstanden, dort wo am 13. August 1961 die Häuser auf der östlichen Seite plötzlich zu Ost-Berlin gehörten, der Fussweg davor aber zu West-Berlin.         Die Mauer bestand aus mehreren Teilen. Durch die horizontalen Schlitze zwischen den Betonplatten                            blickt  man  auf den Teil, der zum Teil mit Sand bedeckt war, um Spuren leichter ausfindig machen zu     können, den Todesstreifen.     Hier ging es los!    Ein Spätkauf! Hier konnte man in der DDR auch zu später Stunde noch das Nötigste einkaufen.    Plattenbauten! Sie wurden in Windeseile hochgezogen, hatten viele den gleichen Grundriss und     boten den Menschen günstigen Wohnraum.     ...

Mehr Impressionen

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Der dritte, besonders heisse Tag in Berlin neigt sich bereits dem Abend zu. Zum Glück verpassten wir heute Vormittag  die S-Bahn nach Spandau, von wo aus wir mit dem Schiff weiter nach Postdam fahren wollten. Ich fühlte mich nämlich so schlapp, dass mir ein gemütlicher Tag hier in Berlin mehr zusagte. Aufs Schifffahren wollten wir dann aber doch nicht verzichten und entschieden uns für eine einstündige Fahrt auf der Spree. Sie führte uns durch die von der Radtour am Tag zuvor (Bericht folgt) bereits bekannte Gegend ausgehend von unserm Hotel, welches wirklich fantastisch liegt und wo wir jetzt auch ein Zimmer mit Blick auf den Berliner Dom und die Spree  haben, bis zur "Waschmaschine", so wird das grösste Gebäude genannt, in dem sich die Säle der Bundestagsausschüsse befinden, und noch ein bisschen weiter, so dass man einen Blick auf das Schloss Bellevue  werfen konnte. Dort wendete das Touristenfloss mit den farbigen Schirmchen, welche als Schutz vor der gleissenden Sonn...

Berlin - erste Impressionen

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Nach einer knapp achtstündigen Zugfahrt sind wir in Berlin angekommen. Drei Stationen mit der S-Bahn und schon waren wir im Radisson-Blu Hotel, mitten in Berlin. Im Zugabteil kamen wir mit einem netten älteren Ehepaar ins Gespräch, welches zur Badekur in der Nähe von Fulda fuhr. Sofort war die deutsche Geschichte das Thema, er ein Vertriebener aus Ostschlesien, welcher als Zehnjähriger mit seiner Familie vor der roten Armee floh, sie ehemalig Ostdeutsche, welche den Krieg in Berlin überlebte und auf  dem Prenzlauer Berg wohnte. Kurz vor dem Bau der Berliner Mauer reiste sie nach Freiburg. Kennengelernt haben sich die beiden an einer Veranstsaltung junger Katholiken ins Berlin. Dreiundfünfzig Jahre verheiratet, er Altphilologe, sie Chemikerin. Es waren in der DDR vorallem die Naturwissenschaften, welche gute Erfolgchancen nach dem Studium versprachen. Der Herr erzählte von einer Reise zusammen mit seiner Tochter nach Schlesien. Die Tochter wollte seine alte Heimat kennenlernen. Trän...

Uni über Alles 1. Kapitel

Ich stecke mitten drin, in der ersten Woche meines neuen Lebens - meines Unilebens. Belegt habe ich bis zum Geht nicht mehr - auch doppelt und dreifach. Die Qual der Wahl wird Ende Woche auf mich zukommen. Zum Glück ist heute die Vorlesung  "Klassische deutsche Philosophie" ausgefallen. So gab es nach der mit Spannung erwarteten "Einführung in die Theoretische Philosophie" mit Professor Wild heute Vormittag eine längere Mittagspause. Das Tutorium, in das ich eingeteilt wurde, soll erst um 16 Uhr stattfinden. Ja, da wird man einfach so eingeteilt wie in der Schule - nach irgendwelchen Kriterien - ich wage noch keine Aussage darüber zu machen, nach welchen. Sie könnte sich als unwahr erweisen und wie soll ich eine Aussage begründen - vernünftige Argumente finden, eine Methode erarbeiten, Hypothesen verfassen um mögliche Antworten zu antizipieren und woran erkenne ich dann, dass die Antwort wahr sein könnte, wenn ich von Anfang an nicht überzeugt davon war und bin, das...

Hundelbach

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Ihr wisst nicht, wo das 4 - Sterne Gästehaus "Hundelbach" liegt? Ich wusste es bis vor zwei Tagen auch noch nicht. Dann aber, nach einem Besuch bei Bekannten in Altglashütten, wo wir mit köstlicher Lasagne und einem Chianti classico verköstigt wurden, trafen wir hier ein. Das Gästehaus liegt am Ortseingang von Lenzkirch-Kappel im Hochschwarzwald. Eine sehr nette Frau Hog erwartete uns und führte uns in den "Fuchsbau". Mir "fiel zuerst mal der Laden runter". Ich  hätte mir eine grosszügige, moderne Hotelanlage mit Wellnessanlage und Blick auf den verschneiten Schwarzwald gewünscht. Statt dessen landeten wir in einer bünzligen, kleinen Zweizimmerwohnung mit Kochnische und ohne Aussicht.  Ich hatte sofort die Assoziation mit einem Velokeller, ein langer Schlauch und vorne eine Reihe Fenster, die an der Decke klebten. Wenigstens war der "Keller" geheizt. Draussen schneite es nicht, es regnete. Im Schlafzimmer stand ein riesiges Ehebett in dunkler Ech...

Bilder von heute

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   Neue heiße Brille!     Unser Hotel     Ausblick von unserm Fenster in den Garten    Schwarzwald Ade...