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Mit dem Fahrrad von Saint Malo nach Dinard

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Saint Malo mit dem Fahrrad zu erkunden ist nicht so eine gute Idee. Deshalb war Dietmar einverstanden, dies zu Fuss zu tun und das Fahrrad erstmal am Hafen zu parkieren. Die Korsarenstadt wurde Ende des 2. Weltkrieges zu 80% zerstört, aber zum Glück wieder original aufgebaut. Die „Ville Close“ kann man auf dem Stadtwall umrunden. Die Wehrmauer stammt aus dem 12. Jahrhundert und blieb bei den Bombenangriffen weitgehend unversehrt. Einst eine wichtige Handelsstadt des Königreichs wurden hier mit Waren aus der ganzen Welt gehandelt, oder vielmehr aus der Welt, die man damals schon kannte. So scheint scheint Jacques Cartiers 1534 von hier aus zum Sankt-Lorenzstrom im heutigen Kanada aufgebrochen zu sein. Auch die gefürchteten Korsaren des Französischen Königs starteten hier - ganz offiziell - ihre Raubzüge auf  englische Handelsschiffe. Weniger aggressiv verhielt sich der in St.Malo geborene François-René de Châteaubriand. Er widmete sich der Dichtkunst und zusammen mit seinem Koch dem...

Mit dem Schiff nach Saint Malo

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Bei freundlichem Wetter sind wir frühmorgens - um 9.00 Uhr - am Hafen von Dinan eingeradelt. Alles hat bestens geklappt. Eine kleine Gruppe von etwa 20 Touristen bestieg das Schiff Richtung Saint Malo, das etwa 150 Personen Platz bieten würde. Pünktlich hiess es „Leine los“ und der junge Kapitän und seine ebenfalls junge Begleiterin nahmen Kurs auf. Die junge Frau erzählte während der Reise allerlei Wissenswertes. Leider musste ich feststellen, dass mein Französisch doch nicht so gut ist, oder es lag an der Lautsprecheranlage, die ziemlich stark schepperte. Jedenfalls verstand ich nur Bruchstücke, so zum Beispiel, dass eine Brücke von Gustav Eiffel erbaut wurde, oder dass ehemalige Mühlen entlang der Rance heute im Privatbesitz sind, oder dass die Mündung der Rance in der Ärmelkanal stark von den Gezeiten geprägt ist. Deshalb hat man auf der Strecke zwischen Rennes und St.Malo den Canal d‘Ille-et-Rance erbaut, um einen regelmässigen Warenverkehr zu ermöglichen. Heute wird der Kanal abe...

Dinan und Kanalfahren

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Wir wohnen seit fünf Tagen in diesem malerischen Ort und haben uns die kleine Turmwohnung inzwischen zu eigen gemacht. Das Wetter ist bretonisch - nicht kalt aber doch manchmal etwas zu feucht und windig. So vermissen wir keinen Balkon und auch keinen Gartensitzplatz. Immer wieder machen wir trotz Regenwarnung Ausflüge. So haben wir das Städtchen gestern etwas genauer in Augenschein genommen und eine kleine Tour nach Plan gemacht. Ich sollte die Führung übernehmen, war aber froh, dass mir Dietmar diese Verantwortung bald abnahm. Mein Wunsch war es, das Schloss zu besichtigen. Le Château ist eigentlich eher eine Burg, also ein „Château fort“. Im der französischen Sprache gibt es kein anderes Wort für Burg. Wenn man die Geschichte des Châteaus verfolgt, wird einem wieder einmal klar, dass es den Menschen immer um Macht, Eroberung und Verteidigung geht. Der Wehrturm stammt aus dem 14.Jhd. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Dächer von Dinan. Wenn man in dem Gemäuer eine ...

Dinard

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Das älteste bretonische Seebad wurde im 19.Jhd. von den Engländern entdeckt. Es versprüht heute noch einen britischen Flair mit seinen Villen aus der Belle Époque und den schicken Hotels. Den ersten Teil des Weges nach Dinard legten wir mit dem Auto, eine gute Wegstrecke von etwa 10 km dann noch mit dem Fahrrad zurück. Der Weg führte zum Teil der ehemaligen Bahntrasse entlang, von hohen Laubbäumen gesäumt. Auf dem Hinweg hatten wir Glück mit dem Wetter, das kann man vom Rückweg nicht sagen. Da wurden wir pudelnass. Aber Regen macht ja bekanntlich auch in meinem Alter noch etwas schöner. Dietmar hat diesbezüglich die Hoffnung bereits aufgegeben und hüllte sich in sein neu erworbenes blaues Regencape, was aber auch nicht viel half bei diesem Dauerregen. Immerhin konnte ich den Weg nicht mehr verfehlen, weil er wie ein blauer Vogel vor mir her flatterte. Am Plage de l‘Écluse war ziemlich viel Betrieb! Um 14.00 Uhr öffnete das Casino, was über Lautsprecher verkündet wurde. Für einmal hatte...

Dol de Bretagne, le Menhir du Champ dolent, St. Michel, Cancale,

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Dol de Bretagne scheint auf den ersten Blick ein ganz gewöhnliches kleines Städtchen zu sein, mit etwa 5000 Einwohner. Da passt die gewaltige Kathedrale St.Samson aus dem 12. Jahrhundert, die gerade mit grossem Aufwand restauriert wird, eigentlich gar nicht so richtig hin. Auf den zweiten Blick hat Dol aber noch mehr zu bieten, zum Beispiel das „Maison des Petit Palets“,ein romanisches Haus aus dem 12.Jahrhundert, das heute einer wunderbar duftenden Blumenhandlung Platz bietet. Und etwas ausserhalb des kleinen Ortes, in dem man auch noch einen Café für 1.30 Euro erhält, trifft man auf den Menhir du Champ-Dolent. Er ist etwa 9,5m hoch und selbst die Wissenschaft rätselt heute noch über die Bedeutung solcher stehender Steine. Die heilige Thérèse sagt: faire les choses ordinaires de façon extraordinaire…(-: kluge Frau! Auf unserm Spaziergang auf dem alten Wall haben wir diese Blumenpracht entdeckt. Mont  Saint Michel habe ich aus der Ferne bewundert. Dietmar hat sich mit dem Fahrrad e...