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Taormina

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Der fünfte Reisetag war ein trendtourloser. Ich hatte gestern in Cefalù einen kurzen Anfall, das heisst, ich entwickelte plötzlich eine starke Massentourismus-Allergie. Das äusserte sich so, dass ich in dem kleinen Laden beim Mineralwasser kaufen wie versteinert im Menschengetümmel stehen blieb und mich nicht mehr bewegte. Jetzt, wo ich das niederschreibe, erinnere ich mich an eine ähnliche Situation vor mehreren Jahren - ich glaube es war in Sardinien. Damals passierte es mir auch, dass ich mich nicht mehr von der Stelle bewegte, weil sich ein Schäferhund bellend vor mir aufbäumte. Wir durchquerten verbotenerweise eine Schafweide. Der Hund tat eigentlich nur seine Pflicht. Dieses Mal war kein Hund weit und breit zu sehen, dafür aber bellende Touristen. Dietmar wurde, angesichts meines Versteinertsein etwas ungeduldig, schlug dann aber doch vor - um Schlimmeres zu vermeiden - dass wir am folgenden Tag einen Ruhetag einlegen und auf den Ausflug zum Ätna verzichten sollten. Meine Lähmung...

Palermo

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Der Schreck mit dem blockierten Bus in Palermo ist zum Glück vorbei. Wir genossen ein vorzügliches Abendessen und verbrachten eine zwar nicht so ruhige, aber trotzdem gute Nacht im netten Hotel „Borgo Vecchio“. Aber wer kommt denn schon nach Palermo, um ruhig zu schlafen? Man erwartet doch Chaos, Lärm, Abfallberge, aufheulende Motorroller. Das kann man alles haben. Aber in ein sanftes, gelbliches Licht der Strassenlaternen gehüllt, ist alles halb so schlimm. Nur in allzu einsamen Gassen wollte ich dann doch keinen Abendspaziergang mehr machen.  „Amunini“ bedeutet „Gehen wir“ auf Sizilianisch. Und so begaben wir uns am Morgen des dritten Reisetages auf eine kleine Stadtrundfahrt auf den schon um halb neun verstopften engen Strassen von Palermo nach Monreale. Bei der Führung in der Kathedrale Santa Maria Nova, durch einen ortskundigen Reiseführer, klinkten wir uns aus. Die Gründe dafür teile ich gerne mündlich mit. Wir haben wahrscheinlich einige wichtige Informationen verpasst,...

Sizilien

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Er hatte mich wieder rumgekriegt, mein Liebster, mit seinen Trendtours-Reise-Schnäppchen. Und so sassen wir am Montagvormittag, um 11.30 im Fernreisebus am Busbahnhof Lörrach. Ist ja ganz praktisch für Rentner, dass man praktisch vor der Haustür abgeholt wird. Leider mussten wir warten, bis auch die Zuspätgekommenen eintrafen. Das dauerte fast eine Stunde. Unter den zahlreichen Mitreisenden, es dürften etwa vierzig sein, hatte ich immerhin eine sympathische Dame mit langem hennafarbenen Haar gesichtet, mit der ich mich kurz unterhielt. Dietmar hatte bald mit dem halben Bus gequatscht, ausser mit den zwei Personen, die auf unsern reservierten Plätzen sassen. Sie stellten sich stur und waren nicht bereit, die Plätze zu räumen. Aber es gibt sicher auch noch sympathischere  Personen im Bus, die die Glanzlichter Siziliens bewundern wollen.  Die Fahrt nach Genua verlief ruhig. Bestes Wetter, kein Stau vor dem Gotthard, was will man mehr. Helgo, unser Chauffeur scheint ein Lebensküns...

Mecklenburgische Seenplatte

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Leipzig werde ich ein anderes Mal besuchen. Ich konnte Lino nicht alleine lassen. Er ist seit etwa zwei Wochen ernsthaft krank. Die Tierärztin diagnostizierte eine starke Erkältung. Ich befürchte, dass es weit schlimmer steht mit ihm. Er frisst gar nicht und muss mit einer Spritze zwangsernährt werden. Nachdem sich auch nach dem Wechsel des Antibiotikums keine Besserung einstellte, hatte ich den armen Kater schon aufgegeben und wusste überhaupt nicht mehr, was ich tun sollte. Nun hat sich unser lieber Nachbar Dieter bereit erklärt, ihn weiter zu versorgen, so dass ich Dietmar doch noch nachreisen konnte - sehr schweren Herzens. Ich hoffe auf ein Wunder, dass das Antibiotikum doch endlich seine Wirkung zeigt und Lino sich erholen kann. Schliesslich hatte mich die Ärztin ziemlich angeherrscht und mir zu verstehen gegeben, dass es eben Zeit braucht. Ich bin also nach Leipzig gefahren mit dem Zug und einer ungültigen Fahrkarte, da ich in meinem Stress beim Online- Buchen etwas falsch gemac...

Impressionen Berlin

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Blick von der Kuppel. Und was erspäht des Adlers Auge?? Brandenburger Tor Schloss Charlottenburg Gedächtniskirche  Friedrich der Grosse Dietmar der Grosse Ein bisschen Theater musste natürlich auch noch sein. Dietmar hat diesen lauschigen Ort im Grünen gefunden, wo die junge Shakespeare Company „Verlorene Liebesmühe“ aufführte. Eine eigene Fassung dieses eher unbekannten Stückes von Shakespeare, ganz im Stil der Comedia del Arte, erfrischend unbekümmert. Leider durfte man während der Aufführung nicht fotografieren, woran ich mich natürlich gehalten habe.  

Stille Helden

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Geschichte und Politik prägten unsere dreitägige Reise nach Berlin. Während ich versuche, einige Eindrücke hier im Blog festzuhalten, befinden wir uns bereits wieder auf der Rückreise. Es blieb einfach keine Zeit zum Schreiben. Die Tage waren eng getaktet mit  FDP- Programm. Es wurde aber auch viel Zeit mit Essen verbracht und ich bin sicher, dass fast alle Mitreisenden die nächsten zwei Winter auch ohne Nahrung überleben würden...Eine Kritik meinerseits am FDP- Parteiprogramm wird sein, dass der Umweltschutz nicht zuoberst oder überhaupt nicht auf ihrer Liste steht. Sonst würde nicht soviel Fleisch konsumiert!  Der zweite Tag begann, nach dem obligaten Frühstück - auf das niemand verzichten würde, auch wenn es um sechs Uhr in der Früh eingenommen werden muss - mit einer Führung in der Gedenkstätte „Stille Helden“. Die Ausstellung befasst sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und den Stillen Helden, jenen Menschen, die sich für verfolgte Juden eingesetzt hatten...